Willkommen

vivo international Schweiz wurde von Fachpersonen für psychische Gesundheit, Management und Projektentwicklung ge-gründet. Wir engagieren uns für psychische Gesundheit, Frieden und Menschenrechte auf persönlicher, familiärer und gesellschaftlicher Ebene. Für Betroffene soll unbürokratische, qualitativ hochwertige und gleichzeitig niederschwellige therapeutische Behandlung ermöglicht werden. Dies soll durch die Bereitstellung von Therapie-angeboten zur Bewältigung von psychischen Störungen sowie durch Weiterbildung von Fachpersonen erreicht werden.

Mitglieder

vivo international Schweiz besteht aus forschenden und klinisch tätigen Ärzt*innen und Psycholog*innen sowie sozial engagierten Personen, die ein aktives Interesse an der Erreichung der Ziele des Vereins haben. Alle Mitglieder engagieren sich proaktiv für die Erreichung dieser Ziele, zum Beispiel durch das Initiieren von Projekten.

News

Traumadiagnostik: Warum der Kontext zählt
, Jacob Nadja
Traumafolgestörungen zeigen sich nicht bei allen Menschen auf die gleiche Weise. Wie Betroffene ihre Beschwerden erleben und ausdrücken, ist auch durch kulturelle Bedeutungen, soziale Normen und konkrete Lebensbedingungen geprägt. Bei geflüchteten Menschen können zusätzlich Belastungen wie unsicherer Aufenthaltsstatus, Trennung von der Familie, Diskriminierung oder Sprachbarrieren eine wichtige Rolle spielen. Solche Faktoren sollten deshalb in der Diagnostik stärker berücksichtigt werden.
Mitgliederversammlung 2026
, Jacob Nadja
Am 04.06.2026 fand die Mitgliederversammlung online statt. Ein neuer Vorstand wurde gewählt! Wir danken herzlich allen bisherigen Vorstands- und Gründungsmitgliedern für das Engagement und die ehrenamtliche Tätigkeit! Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Joelle Schenkel und Dino Semadeni!
Projektankündigung: Cultural scripts of traumatic stress
, Linde Andreas
Die Anerkennung nicht-westlicher Störungsbilder ist ein wichtiger Schritt zur Erhöhung der globalen Akzeptanz der menschlichen Gesundheitsversorgung. Traumaüberlebende in nicht-westlichen Kontexten suchen oft keine Hilfe, weil sie sich von den westlichen Diagnosen ICD-11 und DSM-5 nicht „angesprochen“ fühlen, d. h. sie denken, dass ihr Leiden sich stark von dem unterscheidet, was in westlichen Diagnosen wie PTBS oder der anhaltenden Trauerstörung unterscheidet. Dieses internationale Konsortiumsprojekt umfasst sechs Modellprojekte zur Erfassung regionaler Beschreibungen posttraumatischer Leidenszustände (später wird es auf Trauer ausgedehnt). Darüber hinaus streben wir an, solche regionalen Beschreibungen in ein kulturübergreifendes Modell der Darstellung stressbedingter Leiden zu integrieren.
Studie veröffentlicht: KPTBS und intergenerationaler Trauma Transfer
, Bachem, Rahel
Komplexe posttraumatische Belastungsstörung und intergenerationaler Trauma Transfer – eine Studie mit asylsuchenden eritreischen Müttern
Buch Rezension von Maggie Schauer
, Anke Köbach
Wolfgang Klietz' Buch Oben scheint das Licht: Ein Weg aus dem Trauma mit Hilfe der Narrativen Expositionstherapie

Weitere Einträge

Die Ziele vivo international Schweiz

vivo international Schweiz verfolgt drei primäre Ziele

Erkenntnis und Therapie: Evidenzbasierte Traumatherapie dahin bringen, wo sie gebraucht wird.

Rehabilitation: Den Betroffenen helfen, wieder selbstbestimmt in Gemeinschaften leben zu können.

Prävention: Gewaltspiralen durchbrechen, die oft über Generationen hinweg weitergeben werden. 

Um diese Ziele umzusetzen, werden wir Projekte fördern, in denen am Ort des Geschehens wissenschaftlich fundierte und wirksame Therapie gelehrt und angeboten wird - in Zusammenarbeit mit anderen Helfer*innen oder helfenden Organisationen. Gleichzeitig werden Helfer*innen, Therapeut*innen und Ausbildende im kulturellen und sozialen Umfeld geschult.