, Schenkel Joelle
Rethinking Risk: Der Blick über das Index-Trauma hinaus
Die Studie stützt sich auf zwei Schweizer Stichproben – eine grössere Online-Befragung sowie eine Gruppe mit strukturierten klinischen Interviews. In den untersuchten Stichproben zeigte sich PTBS vor allem mit aktuellen Lebensstressoren assoziiert, während komplexe PTBS mit allen drei Belastungsarten einen Zusammenhang aufwies – am ausgeprägtesten, wenn psychologisch bedrohliche Erfahrungen zusätzlich zu klassischen Traumata oder aktuelle Lebensstressoren auftraten. Für die diagnostische Praxis bedeutet dies, dass die Abklärung nicht bei einem einzelnen „schlimmsten" Ereignis oder Index-Trauma stehenbleiben darf, sondern die gesamte Belastungsgeschichte einer Person einbezogen werden sollte.
Zum Artikel: https://doi.org/10.1037/trm0000671